Einer von uns... Florian Stahl

Wer bin ich?

Florian Stahl, Dipl.-Ing. (FH), 26 Jahre, verheiratet

Seit wann bin ich bei der Feuerwehr?

Ich habe im Alter von 9 Jahren ganz klassisch in der Jugendfeuerwehr angefangen und bin dann im Alter von 16 Jahren in die aktive Einsatzabteilung übernommen worden.

Wie bin ich zur Feuerwehr gekommen?

Auf einer Familienfeier habe ich im zarten Alter von 5 Jahren meine „Bewerbung“ für die Feuerwehr gemalt. Wie die meisten Jungs in dem Alter war ich begeistert von den roten Autos mit den blauen Lichtern. Als ich dann noch auf den Piepser des damaligen Freundes meiner großen Schwester aufpassen durfte, (er war in der Oelsnitzer Feuerwehr) wurde diese Begeisterung immer größer. Durch meinen Namen „Florian“ (Schutzpatron der Feuerwehrleute) hatte ich faktisch keine andere Wahl.

Welche Aufgaben/Funktionen übe ich dort aus?

Ich bin seit einigen Jahren der Vorsitzende unseres Feuerwehrvereins „Oelsnitzer Feuerwehrfreunde e.V.“. Planung, Organisation und Durchführung von Knutfest, Turmwanderung und Hexenfeuer stehen hier auf der Tagesordnung. Feuerwehrtechnisch hatte ich in den letzten Jahren durch gute Arbeitgeber -ich wurde immer ohne Murren freigestellt - die Möglichkeit eine Vielzahl an Lehrgängen - von „Basis“ bis hin zu höheren Führungslehrgängen zu besuchen. Das darin gewonnene Wissen wende ich im Ausbildungs-und Einsatzdienst an.

Warum mache ich das?

Als kleiner Junge habe ich von meinem Elternhaus zugesehen, wie das damalige „Stübel“ in der Concordia-Siedlung in Flammen stand. Ich war begeistert von den Feuerwehrleuten, die dort ohne Angst das Feuer bekämpften und ein Menschen-leben retteten. So wollte ich auch sein –das wollte ich auch machen. Ich denke einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft sollte das „Füreinander Einstehen“ sein. Ich fühle mich gut dabei, mit meinem Dienst einen Teil dazu beizutragen.

Das wünsche ich mir:

Wertschätzung für unsere Arbeit. In den USA sind Feuerwehrleute Helden. Hier sind wir „Brandstifter“ oder „Ihr-trefft-euch-doch-nur-zum-Trinken“. Ich will auch kein „Held“ sein. Aber ab und zu einkleines Danke zu bekommen-weil man ebenauf der Feier nichts trinkt, seine Familie und Freunde plötzlich und unerwartet alleine zu Hause sitzen lässt, den Urlaub verschiebt, weil eine Brandwache ansteht und vieles mehr–das wäre mir wesentlich lieber, als den x-ten Kommentar über „Feuerteufel“zu hören.

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